04. Juli 2025
Fünf Jahre Designqualität –
Mayra im Interview
Seit 2020 prägt Mayra das Designteam von point break mit ihrer Expertise in UX/UI Design. In den vergangenen fünf Jahren hat sie zahlreiche digitale Projekte mitgestaltet – stets mit einem hohen Anspruch an Funktionalität, Nutzerzentrierung und visuelle Klarheit.
Ihre Arbeitsweise ist durchdacht, strukturiert und lösungsorientiert. Mit einem feinen Gespür für Ästhetik und einem tiefen Verständnis für Nutzerbedürfnisse entwickelt sie Designs, die nicht nur überzeugen, sondern auch langfristig funktionieren.
Im Interview spricht sie über ihre Anfänge bei point break, Persönliches, Herausforderungen im Designprozess – und was gute Gestaltung für sie ausmacht.
Wow, 5 Jahre bei point break! Erinnerst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag, Mayra?
Mein erster Tag? So cool – und schon so lange her! Ich erinnere mich richtig gern daran zurück. Der Teamspirit war von Anfang an da, das bleibt mir in schöner Erinnerung. Am Abend war das gesamte Team bei Marc und Paula eingeladen: Fussball, Drinks, super Wetter, Brettspiele. Ein perfekter Start.
Auf welches Erlebnis mit dem Team blickst du am liebsten zurück und warum?
Es ist nicht unbedingt ein grosses Erlebnis, sondern der Alltag, der unsere Zeit besonders macht. Unsere Zeit im Büro fühlt sich für mich oft wie ein zweites Zuhause an – fast wie Familie. Es ist eine sehr angenehme, wertschätzende Atmosphäre.
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir unser Hackathon, viele gemeinsame Mittagessen, spontane Überraschungen im Büro oder unsere Team-Events. Da spürt man einfach, dass wir uns nicht nur fachlich gut ergänzen, sondern auch menschlich richtig gut funktionieren. Dieses Miteinander macht für mich einen riesigen Unterschied – und ich bin dankbar, Teil davon zu sein.
Du hast damals in Winterthur gewohnt und in Zürich gearbeitet. Was hat dich überzeugt, Zürich beruflich den Rücken zu kehren und in die Ostschweiz zu wechseln?
Ich habe eine persönliche Verbindung zur Ostschweiz, sie hat mich immer irgendwie angezogen. Ich sehe hier viel Talent und Potenzial – und mittlerweile ist es auch mein Zuhause. Familie, Natur, der Bodensee – das alles gehört für mich dazu.
Weisst du noch, was dein erstes Projekt war, das du bei uns begleitet hast?
Für mich sind es zwei Projekte, weil eines bereits Teil meines Bewerbungsgesprächs bzw. meiner ersten Aufgabe war: Ich durfte das Redesign des Restaurants Jägerhof in St.Gallen übernehmen. Mein erstes Projekt als ich gestartet bin, war dann CSP AG, das ich vom Kick-off-Meeting bis zum Go-live begleiten durfte. Beides zwei sehr spannende Kundenprojekte, auf die ich gerne zurückblicke.
Wie gehst du in deiner Rolle als UX/UI Designerin an ein neues Projekt heran?
Als UX/UI-Designerin ist für mich das Wichtigste, den Kunden wirklich zu verstehen – was sind seine Bedürfnisse, Ziele, wie spricht er über sein Produkt oder seine Marke? Daraus versuche ich ein passendes Design zu entwickeln. Meistens starte ich mit ersten Entwürfen, die wir gemeinsam anschauen, bevor es in die Struktur und Sitemap geht. Ich finde es unglaublich spannend, wie vielseitig und unterschiedlich die Projekte sein können.
Gibt es ein Projekt, auf das du besonders stolz bist – und wenn ja, warum?
Jedes Projekt hat etwas, worauf ich stolz bin – oft sind es die kleinen Details: zum Beispiel die mobile Navigation beim Jägerhof, der Weekend-Modus bei CSP, das klare Design bei Wälli, die Projektübersicht bei Schönenberger, die Usability einer B2B-App für Kabe Farben – oder auch einfach unsere coole point break Website.
Du hast eine klare Designsprache. Woher nimmst du deine Inspiration?
Das Grunddesign, also Logo, Farben, CI/CD, kommt meist vom Kunden. Ich schaue dann, wo ich gestalterischen Spielraum habe: z. B. bei Fonts, Animationen oder Hintergründen. Inspiration finde ich auf Plattformen wie Awwwards, Figma Community, Dribbble oder Muzli.
Du bist im letzten Jahr Mutter geworden – wie hat sich dein Alltag dadurch verändert?
Seit ich Mutter bin, hat sich mein Alltag natürlich verändert – vieles ist enger getaktet, aber gleichzeitig auch bewusster. Ich bin strukturierter geworden, weil die Zeitfenster knapper sind. Aber genau das hat meiner Kreativität sogar gut getan: Ich arbeite jetzt fokussierter, klarer – und nehme mir gezielt Zeit für kreative Prozesse, anstatt „einfach mal loszulegen“. Kreative Arbeit bedeutet mir immer noch sehr viel – sie ist für mich nicht nur ein Beruf, sondern auch ein Ausgleich und eine Form von Ausdruck. Ich merke, wie wichtig es mir ist, auch als Mutter weiterhin gestalterisch aktiv zu sein – das gibt mir Energie.
Wann und wie findest du heute Momente für dich – für deine eigene Inspiration, deine Interessen, deine Freizeit?
Ich versuche mir bewusst kleine Auszeiten zu nehmen – das kann ein Spaziergang in der Natur sein, eine Runde mit dem Velo (jetzt auch oft mit meinem Kleinen im Anhänger) oder einfach ein ruhiger Kaffee am Morgen, wenn noch alle schlafen. Ich bin ein richtiger Morgenmensch und liebe diese stillen Momente, bevor der Tag losgeht. Inspiration finde ich oft zwischendurch: in einem schönen Layout, einem Hörbuch, durch Musik oder auf Plattformen wie Awwwards oder Dribbble. Das sind für mich diese kleinen, schönen Momente – ganz für mich, die richtig guttun.
Du interessierst dich für Sprachen und Kulturen – was hast du zuletzt Neues entdeckt oder gelernt?
Im Moment spielt Sprache bei mir auf mehreren Ebenen eine grosse Rolle – auch zuhause: Mein Kind wächst mit drei Sprachen auf – Spanisch, Schweizerdeutsch bzw. Deutsch und Englisch – und es ist unglaublich spannend zu beobachten, wie mühelos er zwischen diesen Welten hin- und herwechselt. Das beeinflusst auch meine Sicht auf meine Arbeit: In meinen Projekten denke ich heute noch bewusster darüber nach, wie Sprache wirkt – visuell, kulturell, emotional. Gerade im UX/UI-Design geht es ja oft darum, die richtige Sprache für eine Zielgruppe zu finden – nicht nur im Wording, sondern auch im Look & Feel. Diese Vielfalt an Perspektiven, die ich sowohl privat als auch beruflich erlebe, inspiriert mich total, Designs zu schaffen, die zugänglich, klar und kulturell sensibel sind.
Was würdest du dir für die nächsten fünf Jahre bei point break wünschen?
Ich wünsche mir, dass wir als Team weiterhin mit so viel Freude, Offenheit und Qualität zusammenarbeiten – und dass wir uns gemeinsam weiterentwickeln können, sowohl menschlich als auch fachlich. Besonders im Bereich UX/UI fände ich es spannend, die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz noch stärker zu nutzen, um unsere Designs noch nutzerzentrierter und smarter zu machen. KI bietet so viel Potenzial, um Prozesse zu optimieren und gleichzeitig kreative Freiräume zu schaffen. Gleichzeitig hoffe ich, dass unser Teamspirit bleibt wie er ist: familiär, ehrlich, unterstützend. Wenn wir das beibehalten, ist fast alles möglich.
Wenn du deinem Ich von 2020 einen Tipp geben könntest – was wäre das?
Ich würde mir sagen: Vertraue deinem Weg – auch wenn nicht alles planbar ist. Die Dinge entwickeln sich oft genau dann weiter, wenn du offen bleibst und auf dich hörst. Und: Du musst nicht alles gleichzeitig machen. Es ist okay, Phasen zu haben – mal mit mehr Fokus auf Beruf, mal auf Familie, mal auf dich selbst. Alles hat seine Zeit.
Liebe Mayra, danke für dieses wunderschöne Gespräch mit fachlichen und auch persönlichen Einblicken. Wir freuen uns, dich auch in den nächsten Jahren in unserem Team zu haben!
